Wer wirklich gute Fotos machen will, muss mit seiner Ausrüstung gründlich vertraut sein. Das gilt für Handy-Schnappschüsse ebenso wie für Fotos mit einer hochwertigen Spiegelreflexkamera. Besonders wichtig ist es, wenn du nur eine winzige Chance hast, einen ganz besonderen Moment einzufangen. Unsere Tipps helfen dir, mehr aus deiner Ausrüstung herauszuholen: von Empfehlungen zur Auswahl der besten Kameraobjektive bis hin zu Infos über die Menüs und Einstellungen deiner Smartphone-Kamera. So gelingen dir noch bessere Aufnahmen von fröhlichen und herzerwärmenden Momenten mit Familie und Freunden.

Wähle das richtige Kamerazubehör für deinen bevorzugten Fotostil

Welche Motive wählst du beim Fotografieren am liebsten? Porträtaufnahmen von Familie und Freunden oder doch lieber Natur- und Landschaftsaufnahmen? Deine Vorlieben und dein persönlicher Stil sind wichtige Faktoren für die Auswahl deiner Ausrüstung. Wenn du beispielsweise leidenschaftlich gerne deine Familie auf Reisen fotografierst, ist es sicher viel praktischer, ein leichtes, vielseitiges Zoomobjektiv mitzunehmen als eine Auswahl von schweren Objektiven mit fester Brennweite. Du begeisterst dich für Landschaftsaufnahmen? Dann brauchst du ein Weitwinkelobjektiv, mit dem du das atemberaubende Panorama vor deinen Augen einfangen kannst, und ein leichtes Stativ, damit du bei der Motivsuche nicht allzu schwer schleppen musst. Familienporträts sind deine Leidenschaft? In diesem Fall brauchst du ein schnelles Objektiv mit fester Brennweite und großer Blendenöffnung wie F/2.8 oder sogar F/1.8. Damit sorgst du für einen unscharfen Hintergrund und hebst dein Motiv noch stärker hervor. Gleiches gilt für Aufnahmen mit der Smartphone-Kamera. Mit einem Weitwinkelobjektiv-Adapter gelingen dir auf deinem Handy sicherlich bessere Landschaftsaufnahmen. Eine wasserdichte Kunststoffhülle könnte nützlich sein, wenn du dynamische Fotos von deinen Kindern machen willst, die im Hotelpool plantschen oder am Strand herumtoben. Mit einer Fotografie-App, in der du die Blendenöffnung einstellen kannst, machst du bei Porträtaufnahmen den Hintergrund unscharf und dir gelingen Aufnahmen wie von einem Profi.

Wähle die passenden Kameraeinstellungen für deinen bevorzugten Fotostil

Wie beim Zubehör solltest du dich auch bei den Kameraeinstellungen von deinem persönlichen Fotostil leiten lassen. Deine Kinder oder Haustiere wollen einfach nicht stillhalten? Dann verwende besser die Verschlusszeitvorwahl (manchmal auch als TV (Zeitwert) oder Blendenautomatik bezeichnet) statt den manuellen Modus. Mit der Zeitvorwahl kannst du eine kurze Verschlusszeit wählen, um die Bewegung deines Motivs einzufrieren, oder eine längere Verschlusszeit, wenn du eine Bewegungsschärfe erzielen und damit dynamisch wirkende Aufnahmen machen willst. Bei Porträtaufnahmen kann die Zeitautomatik nützlich sein (manchmal als AV (Blendenwert) oder Blendenpriorität bezeichnet), um die Blende weit zu öffnen und für einen schönen unscharfen Hintergrund zu sorgen. Einige Fotografie-Apps bieten diese Optionen auch für dein Smartphone an. Manchmal ändern sich die Lichtverhältnisse recht schnell, zum Beispiel wenn du auf Reisen bist oder auf einem Familientreffen drinnen wie draußen fotografierst. In diesem Fall ist der Automatikmodus sicherlich die einfachste und vielseitigste Option. Letztendlich geht es darum, Kameraeinstellungen zu wählen, die dein Motiv ins beste Licht rücken.

Weniger ist mehr: Kaufe und packe nur, was du wirklich brauchst

Mehr Kamerazubehör = bessere Bilder? Im Gegenteil: Manchmal ist weniger einfach mehr. Wichtig ist vielmehr, deine Fotoausrüstung so zusammenzustellen, dass du leichter, einfacher und schneller fotografieren kannst. Nur weil du fünf Kameraobjektive besitzt, musst du sie nicht alle gleich mit in den nächsten Familienurlaub nehmen. Wähle stattdessen die vielseitigste Lösung: vielleicht ein Zoomobjektiv oder ein 35 mm Objektiv mit fester Brennweite. Wenn du dich auf ein oder zwei Objektive beschränkst, musst du keine schwere Kameratasche herumschleppen und verschwendest keine Zeit mit der Entscheidung, welches Objektiv du verwenden solltest. Worauf es ankommt ist schließlich, dass das Fotografieren Spaß macht! Überlege dir vorher: Musst du wirklich dein Stativ mitnehmen? Brauchst du einen Blitz? Gleiches gilt für Aufnahmen mit dem Smartphone: Beschränke dich lieber auf ein oder zwei Fotografie-Apps und lass unnötige Extras zu Hause. Je weniger du tragen musst, desto schneller kommst du voran und kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren: die Suche nach den besten Fotomotiven!

Sei experimentierfreudig und probiere Neues aus

Ständige Praxis und Experimentierfreude sind der Schlüssel zu guten Fotografien. Schließlich gibt es immer wieder Neues zu lernen und zu entdecken. Machst du deine Aufnahmen immer im Automatikmodus? Warum versuchst du es nicht einmal einen ganzen Tag lang im manuellen Modus? Du fotografierst die Kinder am liebsten mit Verschlusszeitvorwahl? Wechsle stattdessen in die Zeitautomatik und probiere unterschiedliche Blendenöffnungen aus, um mit verschiedenen Tiefenschärfen zu experimentieren. Bevorzugst du einen bestimmten Filter oder eine besondere Voreinstellung? Mach doch einfach mal etwas anderes. Vielleicht benutzt du für deine Kamerafotos auch nie Filter und entdeckst beim Experimentieren mit verschiedenen Apps etwas ganz Neues und Aufregendes. Und wie wär’s neben Farbfotos mit ein paar schönen Schwarzweißaufnahmen oder mit einem festen Weitwinkel- statt einem Zoomobjektiv? Nimm dein Handy statt einer Kamera für Porträtaufnahmen und mach deine Familienschnappschüsse im Park statt in eurem Garten. Dabei geht es darum, einfach mal etwas Neues auszuprobieren und mit deinen Fotografien neue kreative Ausdrucksmöglichkeiten zu entdecken.

Sei schneller bereit mit Voreinstellungen

Nutze die Voreinstellungsoptionen deiner Kamera oder deines Smartphones, um rasch auf die optimalen Parameter zuzugreifen. In den Voreinstellungen für Landschaftsaufnahmen sind zum Beispiel der Kontrast und die Sättigung erhöht. Damit kannst du farbenfrohe Landschaften in ihrer ganzen Pracht fotografieren. Voreinstellungen für Porträts öffnen automatisch die Blende deines Objektivs, sodass der Hintergrund unscharf wird. Im Sportmodus sehen die Voreinstellungen eine kurze Verschlusszeit vor, damit die Fotos von deinem Kind oder Hund auch scharf werden, wenn sie draußen herumflitzen. Voreinstellungen gibt es auch für Nacht- und Unterwasseraufnahmen (das wasserdichte Gehäuse aber nicht vergessen!). Natürlich kannst du auch deine eigenen Voreinstellungen konfigurieren und speichern. So kannst du deine Kamera oder dein Handy ganz an deinen persönlichen Bedarf und Fotostil anpassen.

Du wirst erstaunt sein, wie viele gute Fotos dir gelingen, wenn du erst richtig mit deinen Kameraeinstellungen vertraut bist.

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