Passiert es dir auch oft, dass deine Actionfotos unscharf sind oder du den Moment sogar ganz verpasst? Da geht es nicht nur dir so. Sogar für erfahrene Profis kann es schwierig sein, Objekte in Bewegung zu fotografieren. Aber mit dem richtigen Wissen und einigen technischen Kniffen kannst du genau den richtigen Moment einfangen, um deine Geschichte zu erzählen.

Ein tolles Beispiel dafür ist die Aufnahme von Muhammed Ali, die Neil Leifer 1965 mit einer altmodischen Rolleiflex-Kamera gemacht hat. Sein Foto fängt einen besonderen Moment ein, der die gesamte Karriere des legendären Boxers widerspiegelt. Das heißt natürlich nicht, dass du anfangen solltest, Größen der Sportwelt zu fotografieren. Du kannst die gleichen Techniken auch auf deine Familienfotos anwenden.

Fange die Freude und Energie deiner Kinder beim Spielen ein und halte damit für immer fest, was ihre Kindheit ausmacht. Fotografiere deinen Partner beim Fahrradausflug im Urlaub und du wirst dich noch über Jahre an die schöne Stimmung erinnern.

Aber nicht bei allen Actionfotos geht es darum, die Zeit „einzufrieren“ und möglichst scharfe Bilder zu machen. Auch ein wenig gezielte Unschärfe kann ein Gefühl von Geschwindigkeit, Energie und Bewegung vermitteln. Diese Technik wird beispielsweise häufig eingesetzt, wenn Tänzerinnen und Tänzer fotografiert werden, um dem Betrachter ein Gefühl für ihre Bewegung zu geben.

Optimale Kameraeinstellungen und Technik: Das musst du wissen

1. Die besten Kameraeinstellungen für scharfe Bilder von Motiven in Bewegung

Scharfe Actionfotos, auf denen eine „eingefrorene“ Bewegung zu sehen ist, gelingen mit einer kurzen Belichtungszeit von mindestens 1/250 besonders gut. Einige Profi-Fotografen schwören sogar auf eine Belichtungszeit von mindestens 1/1000. Es ist einfacher, eine kurze Belichtungszeit zu verwenden, wenn du tagsüber im Freien oder in gut beleuchteten Räumen fotografierst. Bei Innenaufnahmen solltest du den ISO-Wert erhöhen und deine Blende so weit wie möglich öffnen. So kannst du eine kürzere Belichtungszeit wählen.

Tipp: Lade eine Foto-App wie Manual Camera DSLR herunter, um die Belichtungszeit deiner Kamera zu steuern.

2. Die besten Kameraeinstellungen für Bewegungsunschärfe

Um deine Actionfotos absichtlich mit Bewegungsunschärfe zu versehen, wähle eine längere Belichtungszeit von mindestens 1/100. Wenn du bei hellem Tageslicht lange Belichtungszeiten verwendest, kann es vorkommen, dass deine Bilder überbelichtet sind. Wähle in diesem Fall eine kleinere Blendenöffnung von etwa 11 und stelle sicher, dass dein ISO-Wert so niedrig wie möglich ist.

3. Fotografiere mit Blendenpriorität zur besseren Steuerung der Belichtungszeit

Deine Kamera hat wahrscheinlich einen Modus namens „Blendenautomatik“ oder „Verschlusszeitenpriorität“, der in der Regel als „TV“ oder einfach „S“ angezeigt wird. Dieser Modus eignet sich perfekt zum Fotografieren von Objekten, die sich schnell bewegen, da du die Verschlusszeit manuell einstellen kannst, während deine Kamera automatisch die Blende und den ISO-Wert regelt.

Kreative Tipps für Actionfotografie

Wähle für deine ersten Actionfotos Motive im Freien. Es ist viel einfacher, scharfe Bilder von Motiven in Bewegung zu machen, wenn dir viel natürliches Licht zur Verfügung steht, denn dann kannst du auf deiner Kamera kürzere Belichtungszeiten verwenden. Fotografiere deine Kinder beim Sport oder bei ihren Lieblingsspielen oder bitte deinen Partner, dir seine Tanzkünste am Strand vorzuführen, damit du ein wenig in Übung kommst.

Probiere, dein Smartphone oder deine Kamera von einer Seite zur anderen zu schwenken, während du dein Motiv fest im Bild hältst. Dadurch bleibt das Objekt im Vordergrund scharf, während der Hintergrund unscharf wird. Diese Technik ist ein guter Ausgangspunkt. Bitte deine Kinder einfach, mit dem Fahrrad an dir vorbei zu fahren, oder einen Freund, an dir vorbei zu joggen.

Bei schlechten Lichtverhältnissen, also beispielsweise nachts oder in einem dunklen Raum, kannst du der Person, die du fotografierst, eine Taschenlampe geben und sie bitten, sie herum zu schwenken, während sie läuft, tanzt oder spielt. Wenn deine Belichtungszeit lang genug ist, kannst du einen Lichtschweif einfangen und die Bewegung der Person betonen.

Experimentiere mit dem Blickwinkel deiner Kamera, indem du eine ungewöhnliche Position oder einen ungewöhnlichen Standort wählst. Vielleicht legst du dich auf den Boden und fotografierst dein Kind oder dein Haustier, wenn es über dich springt. Klettere auf einen Baum oder stell dich auf eine Bank und fotografiere all die Action von oben. Du könntest sogar eine Actionkamera an deinem Fahrrad befestigen, um abenteuerliche Selbstporträts von dir und deinen Lieben zu machen.

Letztendlich ist das Wichtigste, dass du Spaß an der Actionfotografie hast. Hier gilt: Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Wie bei allen Arten der Fotografie ist auch bei Actionaufnahmen immer eine Portion Glück im Spiel. Einige der besten Actionfotos entstehen zufällig, einfach weil der Fotograf zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Viel Spaß beim Experimentieren!

In unserem Blog findest du weitere Foto-Tipps und kreative Inspiration.

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