Dein brandneues Wandbild aufzuhängen kann komplizierter sein, als es zu gestalten. Zum Glück sind all unsere Wandbilder mit einem kostenlosen und unkomplizierten Aufhängesystem ausgestattet. Bleibt jedoch immer noch die Frage, wo du es aufhängen solltest.

Im Folgenden haben wir ein paar praktische Tipps zusammengestellt, die teilweise sogar von Kunstgalerie-Kuratoren und Museumsdirektoren berücksichtigt werden. Damit kannst du dein Wandbild wie ein echter Profi aufhängen und deinen Fotos die Aufmerksamkeit verleihen, die sie verdienen.

 

Auf die richtige Höhe kommt es an

Die einfache Faustregel hierbei lautet, dass der Abstand zwischen dem Boden und der Mitte deines Wandbildes 145 bis 155 cm betragen muss.

Die richtige Höhe hängt jedoch auch von anderen Faktoren wie den Möbeln und der Deckenhöhe ab, daher kann man von dieser Regel auch mal etwas abweichen. Am besten probierst du es einfach aus, um herauszufinden, welche Höhe bei dir zu Hause perfekt ist.

Beachte das Verhältnis zwischen Wand und Kunstwerk

Wir empfehlen dir die 4/7-Regel. Das bedeutet, dass die Wandbilder 4/7 der Wandbreite einnehmen sollten, wenn die Wand ansonsten komplett leer ist. Das Verhältnis kannst du ganz einfach berechnen, indem du die Breite deiner Wand mit dem Faktor 0,57 multiplizierst. Wenn deine Wand zum Beispiel 3 Meter breit ist, rechnest du einfach 3 m x 0,57. Das Ergebnis liegt bei ca. 170 cm.

Jetzt, wo du das perfekte Verhältnis zwischen Wand und Kunstwerk kennst, brauchst du nur noch ein oder mehrere Wandbilder, die 170 cm der Wandbreite einnehmen. Du könntest zum Beispiel zwei Wandbilder drucken, die jeweils 60 cm breit sind, und sie im Abstand von 50 cm aufhängen. Das ergibt eine Gesamtbreite von exakt 170 cm (50 + 60 + 60 = 170), was genau 4/7 einer 3 m breiten Wand entspricht. Hänge sie mittig an deiner Wand auf und schon hast du das perfekte Verhältnis zwischen Wand und Kunstwerk.

Ein perfektes Team: deine Möbel und deine Wandbilder

Deine Möbel und deine Wandbilder müssen nicht um Aufmerksamkeit buhlen. Mit diesen praktischen Tipps schaffst du die perfekte Harmonie zwischen beiden.

Über dem Sofa

Mit diesen Tipps fürs Aufhängen deiner Wandbilder über deinem Sofa sorgst du dafür, dass dein Wohnzimmer sich von seiner besten Seite zeigt.

1. Dein Wandbild (oder deine Wandbild-Gruppe) sollte mindestens 2/3 der Länge deines Sofas einnehmen.
2. Nutze am besten ein oder zwei Elemente, oder aber mehrere kleine in einer Gruppe, um die benötigte Größe zu erreichen.
3. Die Fotos sollten nicht breiter sein als das Sofa, da sie den Raum ansonsten optisch erdrücken.
4. Die untere Rahmenseite sollte 20 bis 25 cm über der Rückenlehne des Sofas hängen.
5. Wenn du eine Bildergruppe aufhängst, sollte der Abstand zwischen den einzelnen Rahmen zwischen 5 und 15 cm betragen.

Foto-Tipp: Wahrscheinlich verbringst du in deinem Wohnzimmer die meiste Zeit, wenn du zu Hause bist. Deswegen solltest du für dein Wandbild dein Lieblingsfoto auswählen, das du jeden Tag aufs Neue gerne anschaust.

Über dem Kaminsims

Genau wie das Aufhängen über deinem Sofa ist auch das Aufhängen über dem Kaminsims nicht wirklich kompliziert.

1. Das Wandbild sollte 2/3 der Breite des Kaminsims einnehmen.
2. Der untere Rand deines Wandbildes sollte 10–30 cm über der oberen Kante des Kaminsims hängen.
3. Wenn Deko-Gegenstände auf deinem Kaminsims stehen, kannst du natürlich auch etwas mehr Platz lassen.

Foto-Tipp: Auf einem Kaminsims stehen in der Regel viele Gegenstände und Dekoartikel, daher solltest du ein eher schlichtes Bild auswählen. Ein Schnappschuss oder eine Reihe aus kleineren Elementen mit Sprüchen eignen sich besonders gut.

Über der Treppe

Der freie Platz an der Wand über einer Treppe wird in der Regel nicht genutzt, deswegen eignen sich Wandbilder hier einfach perfekt.

1. Hänge jedes Wandbild in einer Höhe von ca. 145–155 cm mittig über jeder Stufe auf.
2. Achte darauf, dass du bei jedem Wandbild stets dieselbe Höhe, also denselben Abstand zur jeweiligen Stufe, wählst (zum Beispiel 150 cm). Nur dann sind deine Wandbilder perfekt angeordnet.
3.  Wenn du größere Wandbilder oder Fotoabzüge aufhängst, solltest du nur über jede vierte oder fünfte Stufe ein Bild hängen.
4. Am schönsten sieht deine Kreation aus, wenn alle Wandbilder gleich groß sind.

Foto-Tipp: Mit Familienbildern über der Treppe kannst du eine schöne Geschichte erzählen. Am besten wählst du Bilder aus verschiedenen Jahren aus, die den Betrachter auf eine kleine Zeitreise mitnehmen.

Über dem Bett

Dein Schlafzimmer sollte eine ruhige und entspannte Atmosphäre ausstrahlen, deswegen solltest du deine Wände nicht mit zu vielen Wandbildern überladen. Wähle ein oder zwei besondere Wandbilder aus und hänge sie über deinem Bett auf. Gehe dabei wie folgt vor:

1. Dein Wandbild sollte 2/3 der Länge deines Bettes bzw. deines Kopfteils einnehmen.
2. Der untere Rand des Wandbildes sollte 20–25 cm über deinem Bett bzw. deinem Kopfteil hängen.
3. Wenn du mehr als ein Wandbild aufhängen möchtest, solltest du dazwischen einen Abstand von 5 bis 15 cm lassen.

Foto-Tipp: Eine ruhige Landschaft oder ein Motiv, das eine entspannte Atmosphäre verbreitet, eignen sich besonders gut. Wichtig ist vor allem, dass die Farben des Bildes sanft sind.

Gestalte eine Wandbild-Gruppe

Gestalte eine Wandbild-Gruppe bei dir zu Hause und mache sie zum Hingucker deines Wohnzimmers.

1. Wähle die Wandbilder und Fotoabzüge aus, die du zusammen aufhängen möchtest.
2. Hänge das ausdrucksstärkste Bild in der Mitte der Gruppe auf. Experten nennen dieses Element auch „das Ankerstück“. Dabei handelt es sich normalerweise um das größte und auffälligste Bild, das sozusagen das Zentrum bildet, um das die anderen Bilder kreisen. Hänge es mittig in einer Höhe von 145 bis 155 cm auf.
3. Ordne dann die anderen Bilder um das Ankerstück herum an. Stelle dir dabei eine zentrale Linie vor, die horizontal durch die Mitte verläuft, und nutze sie als Bezugspunkt, um eine ausgeglichene Anordnung zu schaffen.
4. Zwischen den einzelnen Bildern solltest du einen Standardabstand einhalten und am besten deinem Instinkt und Stilgefühl folgen – das Ergebnis wird eine atemberaubende Wandbild-Gruppe sein.

Foto-Tipp: Wandbild-Gruppen sehen am besten aus, wenn sie unterschiedliche Fotografie-Stile, Farbpaletten und Materialien umfassen. Du kannst dich also so richtig austoben!

Gestalte ein Wandbild-Raster

Anders als eine Wandbild-Gruppe besteht ein Wandbild-Raster aus verschiedenen Elementen, die alle dieselbe Größe und Form haben und so eine symmetrische Kreation an deiner Wand ergeben.

1. Zunächst musst du eine gerade Anzahl an Elementen auswählen, die alle dieselbe Länge und Breite haben. Das funktioniert am besten mit kleineren Bildern, die maximal 20 cm breit sein sollten.
2. Achte darauf, dass das horizontale Zentrum des Rasters ca. 145–155 cm über dem Boden hängt. Wenn das Raster über dem Sofa oder einem anderen Möbelstück hängt, schau dir die oben stehenden Tipps an, um die richtige Höhe zu wählen.
3. Hänge die Hälfte deiner Bilder über dem horizontalen Zentrum auf und ordne die andere Hälfte darunter an. Achte dabei darauf, dass die horizontalen und vertikalen Abstände zwischen den einzelnen Bildern jeweils identisch sind.
4. Auf vertikaler Ebene sollte der Abstand ca. 5 cm betragen und auf horizontaler Ebene ca. 7 cm. Die Faustregel lautet: Zwischen den einzelnen Bildern sollte nie ein Abstand von mehr als 5–7 cm bestehen.
5. Wenn dein Raster etwas ganz Besonderes werden soll, kannst du es mit Rahmen ausstatten. Diese sind für all unsere Wandbild-Optionen verfügbar.

Foto-Tipp: Verwende ähnlich aussehende Fotos oder ein sich wiederholendes Thema wie die Natur, Menschen oder Stadtbilder. Wir empfehlen dir übersichtliche Fotos mit sanften Farben, damit das Raster nicht zu überladen oder chaotisch aussieht.

Jetzt wo du weißt, wie Experten ihre Wandbilder aufhängen, kannst du es endlich selbst ausprobieren. Zeig uns unter dem Hashtag #albelli wie du deine Wandbilder aufgehängt hast. Wir können es kaum abwarten zu sehen, was du geschaffen hast!

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