Fototipps für Weihnachten

Spielende Kinder, helle Mittagssonne, schöne Wolken und weite Landschaften. Gerade im Urlaub macht es Spaß, zu fotografieren. Aber wie bewahren Sie all die schönen Momente für die Zukunft? Mit den 6 Fototipps vom Profi gelingen Ihnen noch bessere Schnappschüsse!

1. Schauen Sie Ihrem Motiv in die Augen!

Augenkontakt ist auf Fotos ebenso wichtig wie bei anderen persönlichen Begegnungen. Versuchen Sie, die Kamera auf der Augenhöhe der fotografierten Person zu halten. Auf diese Weise können Sie einen unwiderstehlichen Blick und ein ansteckendes Lächeln besonders schön “einfangen”. Kinder kniend fotografieren oder nach unten beugen. Die Position auf Augenhöhe fördert automatisch eine natürliche Haltung. Die fotografierte Person muss nicht zu Ihnen aufsehen. Deshalb wirkt der Augenkontakt persönlicher. Die fotografierte Person kann sich entspannen, und das wird man auch auf dem Foto sehen.

2. Achten Sie auf einen einfachen Hintergrund

Ein einfacher Hintergrund unterstützt die Wirkung Ihres Motivs. Achten Sie beim Blick durch den Sucher auch auf Hintergrund und Umgebung. Vergewissern Sie sich, dass kein Laternenpfahl aus dem Kopf Ihrer Lieblingsnichte “wächst” und dass sie keine Autos als Ohrringe trägt.

3. Setzen Sie im Freien den Blitz ein

Bei hellem Sonnenlicht können hässliche Schlagschatten in Gesichtern entstehen. Arbeiten Sie deshalb mit einem Blitz, der solche Schatten verschwinden lässt. Aktivieren Sie den Blitz, wenn Sie an einem sonnigen Tag Menschen fotografieren. Je nach Lichtsituation können Sie den Aufhellblitz oder den Hauptblitz aktivieren. Wenn Sie sich 1,5 Meter von Ihrem Motiv befinden, verwenden Sie den Aufhellblitz. Bei Entfernungen über 1,5 Meter verwenden Sie den Hauptblitz. Wenn Sie mit einer Digitalkamera arbeiten, sollten Sie jede Aufnahme sofort auf dem Bildschirm prüfen. Verwenden Sie an bewölkten Tagen den Aufhellblitz. Der Blitz hellt dann das Gesicht auf, so dass es deutlich zu sehen ist. Machen Sie zur Sicherheit auch eine Aufnahme ohne Blitz, da sich das weiche Licht bewölkter Tage manchmal als besonders schöner Effekt erweisen kann.

4. Gehen Sie immer möglichst dicht an Ihr Motiv heran

Wenn das Motiv kleiner ist als ein Auto, sollten Sie beim Fotografieren nur 1 oder 2 Schritte entfernt stehen. Zoomen Sie das Motiv gegebenenfalls heran. Das Motiv sollte das Bild möglichst komplett ausfüllen. Wenn Sie sich dicht am Motiv befinden, werden viele interessante Details sichtbar, zum Beispiel Sommersprossen oder eine leicht gehobene Augenbraue. Achten Sie aber gleichzeitig darauf, den erforderlichen Mindestabstand zum Motiv einzuhalten, da Ihre Aufnahmen sonst unscharf werden können. Bei den meisten Kameras beträgt der Mindestabstand für das automatische Scharfstellen (Autofokus) 90 Zentimeter, also ungefähr einen Schritt. Bei geringerem Abstand zum Motiv werden die Bilder unscharf. Schlagen Sie die entsprechenden Angaben für Ihre Kamera in der dazugehörigen Bedienungsanleitung nach.

5. Motiv nicht genau in der Mitte platzieren

Die Mitte der Bühne ist die perfekte Position für einen Schauspieler. Die Mitte des Fotos ist aber nicht die beste Position für Ihr Motiv. Die meisten Fotos wirken lebendiger, wenn Sie das Motiv leicht versetzt positionieren. Stellen Sie sich zwei horizontale und zwei vertikale Linien vor, die das Bild in 3×3 Felder unterteilen. Positionieren Sie das Motiv auf einer der Linien. Bei einer Automatikkamera muss allerdings der Autofokus deaktiviert sein, weil die Automatik immer auf die Mitte des Bildes fokussiert (Motiv oder Umgebung).

6. Kreativ mit Weihnachtsbeleuchtung

Sie wollten schon immer wissen, wie man ein Bild wie dieses selbst macht? Das können Sie auch! Der Trick ist: eine voll geöffnete Blende und die Kamera nicht scharf stellen. Versuchen Sie es, es funktioniert wirklich. Diese Bilder sind perfekt für Hintergründe in Ihrem Buch.
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